Erlebnispädagogik - Ausbildungsbeschreibung

Die Ausbildung befindet sich gerade in einer kompletten Neukonzipierung und wird im April 2018 mit einer 4-teiligen Grundausbildung und persönlicher Spezialisierung wieder starten!

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben? Schreiben Sie mir eine E-Mail an will(at)jugendbildung.org und ich informiere Sie, sobald neue Informationen und die Anmeldungen online sind.

 

Diese berufsbegleitende Ausbildung ist gedacht für alle, die Erlebnispädagogik als professionelles Instrumentarium zur Erweiterung ihrer beruflichen Handlungsfähigkeit einsetzen wollen, z.B. MitarbeiterInnen der verbandlichen, offenen und stationären Kinder- und Jugendarbeit bzw. -hilfe, SchulsozialarbeiterInnen, ErzieherInnen im Ganztags- und Hortbereich, aus Einrichtungen der Behindertenhilfe, JugendbegleiterInnen in Ganztagesschulen, Lehrkräfte aus allen Schulbereichen und der Erwachsenenbildung.

 

Ziele 

Zielsetzung dieser Fortbildung ist die direkte und praxisbezogene Anwendung der erlebnispädgogischen Methode in allen Bereichen der Pädagogik, der Sozialarbeit und der Erwachsenenbildung. Neben der Vermittlung von Techniken und Methodenkenntnissen werden Reflexionsgespräche und das Ausloten von Möglichkeiten des Transfers in das jeweilige Praxisfeld Schwerpunkte der Präsenzeinheiten bilden.

 

Inhalte und Termine- bisherige Einteilung

Die Einheiten beginnen jeweils um 18 Uhr und enden jeweils gegen 15.30 Uhr. Die thematische Einteilung ist ohne Gewähr.

  1. Fr, 07.04. - So, 09.04.17
    Einführung in die Erlebnispädagogik

    • theoretische Grundlagen
    • wichtige Merkmale / pädagogische Zielsetzungen
    • Kennenlern- und Interaktionsspiele

  2. Fr, 28.04. - So, 30.04.17
    Teamtraining

    • Anwendung von Teamkooperationsaufgaben
    • Methodik und Didaktik von Teamkooperationsangeboten

  3. Fr, 19.05. - So, 21.05.17
    Kreativität, Wahrnehmung und Ausdrucksvermögen

    • Handlungsorientierte spielerische Auseinandersetzung, die spontan aus dem Moment heraus inszeniert wird
    • Förderung von Fantasie und Kommunikation durch erweiterte Gestaltung von eigenen Spiel- und Erlebnisräumen
    • Differenzierte Eindrücke durch die Erfahrung der Spiegelung des eigenen Erlebens

  4. Fr, 23.06. - So, 25.06.17
    Seilparcours

    • Einführung in die methodische Arbeit mit hohen und niederen Seilelementen
    • Sicherungstechniken an verschiedenen Elementen
    • Material- und Knotenkunde

  5. Mo, 31.07. - Fr, 04.08.17
    Outdoor-Erfahrungen im französischen Jura

    • Klettern, Kanu und Kajak fahren, Höhlentour

  6. Fr, 15.09. - So, 17.09.17
    Erweiterte Sinneserfahrung

    • Akustische Wahrnehmungs- und Kommunikationswege
    • Musikalische Ausdrucksformen (Improvisationen) in der Erlebnispädagogik
    • zusätzliche Angebote zur Sensibilisierung von verschiedenen Sinnen

  7. Do, 02.11. - So, 05.11.17
    Lernen durch Handeln und Reflexion

    • Vorstellung verschiedener Reflexionsmethoden
    • Reflexion von persönlichem Verhalten in Gruppensituationen
    • Analyse von Eigen- und Gruppenprozessen
    • Ausloten von Möglichkeiten der pädagogischen Umsetzung in die Praxis der Teilnehmenden

Außerdem gibt es ein angeleiteten Seminartag "Kollegiale Beratung". Dieser Tag ist ein verbindlicher Teil der Fortbildung und beinhaltet methodische Anleitungen, wie die TeilnehmerInnen bei ihren Anliegen und Problemen Unterstützung durch eine kollegiale Beratung (Überprüfung des eigenen Standpunkts / Handelns) erhalten können. Vorgesehener Termin: Nach Vereinbarung mit den TeilnehmerInnen.

 

Zeitumfang

Die Fortbildung umfasst 228 Unterrichtseinheiten. Zusätzlich integriert ist die Ausarbeitung und Präsentation eines praxisbezogenen Projektes.

 

Zertifikat, Abschluss, Projekt

Die Teilnehmenden erhalten am Ende der Fortbildung ein Zertifikat "Erlebnispädagoge/in" mit detaillierten Angaben zu Inhalten und Umfang der Fortbildung.

 

Fortbildungsträger und Team der ReferentInnen

Die Landesakademie für Jugendbildung ist ein anerkannter freier und überverbandlicher Träger der außerschulischen Jugendbildung. Inhaltliche Schwerpunkte der jährlich etwa 250 Bildungsveranstaltungen sind die Aus- und Fortbildung von ehren- und hauptamtlichen Multiplikatoren der Jugend- und Vereinsarbeit, Veranstaltungen in der angeschlossenen Medienakademie, die politische und internationale Bildungsarbeit, sowie die Zusammenarbeit mit Betrieben bei außerbetrieblichen Fortbildungen junger MitarbeiterInnen.

Die Akademie ist schön gelegen auf dem Malersbuckel mit Blick auf die alte freie Reichsstadt Weil der Stadt. Unmittelbar hinter der Grenze der kleinen Stadt mit ihrem historischen Stadtkern beginnt der nördliche Schwarzwald. Mit der S-Bahn sind Sie jedoch auch in einer guten halben Stunde am Hauptbahnhof in Stuttgart.

Die Akademie gliedert sich in drei separate Häuser: Das Gästehaus mit 74 Betten (Zweibettzimmer) und die beiden Tagungshäuser. Darum gruppieren sich das Freigelände mit Terrasse, Wiese, kleinem Spielfeld und direkt sich anschließendem Wald. Ideal zum Arbeiten und Entspannen.

Die erlebnispädagogische Initiative im sozialen Bereich, Eisbär e.V., ist ein gemeinnütziger Verein und anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und außerschulischen Jugendbildung. Der Eisbär e.V. besteht seit 1991 mit Sitz in Freiburg und ist Mitglied im paritätischen Wohlfahrtsverband. Die Arbeitsschwerpunkte sind erlebnispädagogische Angebote und Projekte, Schullandheimaufenthalte, Veranstaltungen zur Sucht- und Gewaltprävention, berufsbegleitende Fortbildungen, betriebspädagogische Veranstaltungen und Betreuungen im Rahmen der Jugendhilfe.

Die Leitung der Ausbildung hat

  • Gerhard Ernst
    Diplompädagoge, Diplomsozialarbeiter, Leitung von Seminaren und Fortbildungen zur Erlebnis- pädagogik und Teamentwicklung in Schulen, Verbänden, Betrieben und sozialen Einrichtungen, Gründungsmitglied des Eisbär e.V.

Koordinator und Ansprechpartner in der Landesakademie ist

  • Eva Will
    Akademiereferentin

 

Kosten und Vereinbarungen

  • An Fortbildungsgebühren fallen 1.875 € (drei Raten zu je 625 €) an. Im Preis enthalten ist neben den umfangreichen Kursunterlagen auch die Verpflegung während der Präsenzeinheiten in Weil der Stadt.
  • Für die Fortbildungseinheit im französischen Jura gilt ein gesonderter Preis (etwa 300 €)
  • Weitere Kosten (optional)
    Unterkunft (im Zweibettzimmer) und Frühstück für die Einheiten in der Landesakademie. Die Kosten belaufen sich auf 49 € bei den zweitägigen und 75 € bei der dreitägigen Einheit. Einzelzimmer sind gegen Zuschlag von 10 € je Nacht möglich (wenn die Belegung der Landesakademie das zulässt).
  • Bei Nichtinanspruchnahme von Sachleistungen erfolgt keine Rückvergütung. Das gilt auch bei späterer Anreise bzw. früherer Abreise.
  • Bei unentschuldigtem Fehlen oder Absage weniger als eine Woche vor der Einheit stellt die Landesakademie eine Kostenpauschale von 22 € in Rechnung.
  • Die Zulassung zur Fortbildung erfolgt nach der schriftlichen Anmeldung mit der ausdruckbaren Fortbildungsvereinbarung (siehe unten) durch eine Zulassungsbestätigung. Die Zulassung erfolgt Anfang März 2017. Der/Die TeilnehmerIn verpflichtet sich mit der schriftlichen Anmeldung zur Teilnahme an der gesamten Fortbildung und zur Bezahlung der gesamten oben aufgeführten Fortbildungskosten. 
  • Für Versicherungsschutz (Unfall, Krankheit) sorgen die TeilnehmerInnen selbst.

 

Download

Ausbildungsbeschreibung Erlebnispädagogik 2017 als Download (*.pdf)