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Mediation und Konfliktmanagement - berufsbegleitende Ausbildung

Konflikte sind ein unvermeidliches Phänomen im menschlichen Zusammenleben. Sie prägen den Alltag in Verbänden, Jugendhäusern, Gemeindezentren, Schulen und Nachbarschaft und erschweren ihn häufig. Oft wird die Chance positiver Entwicklung, die in Konflikten liegt, übersehen. Mediation kann dazu beitragen, die Konfliktkultur einer Gruppe oder einer Institution so zu verändern, dass Konflikte frühzeitig erkannt und konstruktiv bearbeitet werden. Relevant dabei sind nicht die Unterschiede, die zu Konflikten führen, sondern ihre Handhabung. Die Mediation setzt auf eine neutrale Vermittlung, die den Konfliktparteien helfen soll, konstruktiv mit unterschiedlichen Interessen, Wünschen und Wahrnehmungen umzugehen.

 

Zielgruppen

Wir wollen mit unserer Ausbildung "Mediation und Konfliktmanagement" alle Mitarbeiter/innen öffentlicher und freier Träger in Jugendhilfe, Jugendarbeit, Jugendbildung, den verschiedenen Bereichen der Gemeinwesensarbeit und anderer Berufsgruppen ansprechen, die Mediation als Form der Konfliktbearbeitung in ihrem beruflichen Alltag einsetzen wollen.

Unsere Ausbildung zielt direkt auf die Praxis und setzt somit Ihre Bereitschaft voraus, das Gelernte in die jeweiligen Zusammenhänge zu übertragen und anzuwenden. In den letzten Jahren haben Teilnehmer/innen zwischen 22 und 66 Jahren aus folgenden Berufsgruppen die Ausbildung absolviert: Sozialpädagogik und Sozialarbeit, Pädagogik, Lehramt, Jugend- und Heimerziehung, Psychologie, Architektur, Gesundheitswesen, Verwaltungswirtschaft, Rechtswesen, Politologie usw.

 

Ziele der Ausbildung

Unsere Ausbildung "Mediation und Konfliktmanagement" bietet Ihnen zum einen die Möglichkeit, sich gezielt praktischen Kompetenzen zur Anleitung von Mediationsgesprächen anzueignen. Zum anderen bilden Hinweise zur Umsetzung der Mediation in den verschiedenen Berufsfeldern einen Schwerpunkt.
Unsere Ausbildung setzt sich zum Ziel, Ihnen theoretische und vor allem praktische Kenntnisse zu vermitteln, um das Mediationsverfahren fachlich angemessen in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich einzusetzen. Darüberhinaus sind Grundhaltung und Methoden der Mediation weit über den Einsatz in der Vermittlung von Konflikten nutzbar. Sie geben Anlass zur Reflexion und Hinweise zur praktischen Gestaltung von allgemeinen Verhandlungen, Planungsprozessen, Moderationen, der Leitung von Teams usw.

Sie

  • lernen Konzept, Haltung und Verfahren der Mediation kennen und können mediative Elemente in Ihrer Berufspraxis anwenden und weitergeben.
  • können Konflikte analysieren und angemessen bearbeiten.
  • erweitern Ihre Fähigkeiten in zentralen Schlüsselkompetenzen hinsichtlich konstruktiver Konfliktbearbeitung (Wahrnehmung, Selbstsicherheit, Kommunikation, Ziel- und Prozessorientierung, Kreativität).
  • lernen die aktuelle Mediationspraxis kennen.
  • lernen Tools für die zielorientierte Gestaltung von Videokonferenzen kennen und können Mediationen auch online durchführen.
  • lernen Chancen und Grenzen des Mediationsverfahrens kennen.

 

Aufbau der Ausbildung

Unsere Ausbildung "Mediation und Konfliktmanagement" besteht aus zwei Ausbildungsteilen:

1. Grundausbildung

Die Grundausbildung umfasst 182 Unterrichtseinheiten und dient dazu, das "Handwerkszeug" zur Anleitung von Mediationsgesprächen praxisorientiert zu erlernen. Die Grundausbildung ist an den Richtlinien des Bundesverbands Mediation e.V. (BM) orientiert. Sie eröffnet die Möglichkeit, verschiedene Aufbaumodule im Bereich der Mediation bei unterschiedlichen Anbietern zu besuchen.

2. Vertiefung

Die Vertiefung umfasst 50 Unterrichtseinheiten und dient dazu, das Mediationsverfahren gezielt in Ihre beruflichen Zusammenhänge zu transferieren und spezielle Fachbereiche der Mediation zu vertiefen. Die Vertiefung ist an den Richtlinien des BM orientiert.

Der Besuch der Grundausbildung und Vertiefung bildet die Grundvoraussetzung für einen Antrag auf Lizensierung zum/r Mediator/in BM (gemäß den Ausbildungsrichtlinien "berufliche Mediation" des BM). Darüberhinaus entspricht unsere Ausbildung auch den Anforderungen des deutschen Mediationsgesetzes für "zertifizierte Mediator/innen". Gerne können Sie uns kontaktieren, um Näheres über die Lizensierung als Mediator/in BM bzw. zertifizierte/r Mediator/in zu erfahren. 

Schwerpunkt unseres Vertiefungsangebots sind Mediation in Teams, Mehrparteiensystemen und komplexen Konfliktkonstellationen.

Grundausbildung und Vertiefung können gemeinsam oder getrennt voneiner gebucht werden. Die Teilnahme an der Vertiefung setzt jedoch eine Grund- bzw. Basisausbildung in Mediation voraus.

 

Inhalte der Ausbildung

Unsere Ausbildung ist handlungs- und praxisorientiert, um das Einüben des Mediationsverfahrens zu ermöglichen. Die Arbeitseinheiten werden durch wechselnde Einzel-, Paar-, Kleingruppen- und Plenumsarbeit lebendig gestaltet. Die wesentlichen Elemente aller Module sind an der Gemeinwesenpraxis orientierte Rollenspiele, Fallarbeit (mit Feedback) und das Üben der vorgestellten Methoden. Dem Transfer der erlernten Kompetenzen in die Praxis wird während der gesamten Ausbildung eine große Bedeutung gegeben.

Ab dem 2. Modul bieten wir optional an jeweils 2 Tagen zusätzlich 30-minütige Mini-Lektionen aus dem Mentaltraining an. Dort vermitteln wir Hintergründe und Methoden zur Gestaltung unserer Gefühle und unseres subjektiven Wirklichkeitserlebens - Kompetenzen, die v.a. mit Blick auf unsere Haltung als Mediatorin / Mediator eine hohe Relevanz haben.

Inhalte der Grundausbildung

Im Zentrum der Grundausbildung steht die Vermittlung von "Handwerkszeug" zur Anleitung von Mediationsgesprächen.

  • Grundlagen konstruktiver Konfliktbearbeitung
  • Einführung in das Konzept der Mediation / Abgrenzung zu anderen Verfahren
  • Rolle, Selbstverständnis, Haltung der Mediatorin / des Mediators
  • das Verfahren und die Phasen der Mediation
  • Konfliktanalyse / Eskalation von Konflikten
  • Gesprächs-, Moderations- und Interventionstechniken
  • digitale Tools zur Gestaltung von Online-Mediationen

Inhalte der Vertiefung

Im Zentrum des Vertiefungskurses steht der Transfer des Mediationsverfahrens in die verschiedenen Praxisfelder der Teilnehmer/innen. Daneben werden spezielle Inhalte vertieft:

  • Mediation im Gemeinwesen und in Gruppen
  • interkulturelle Mediation
  • Mediation in Teams und Mehrparteiensystemen (Arbeitswelt)

Wesentlicher Bestandteil der Vertiefung bilden Supervisionsphasen. Ihnen wird dabei die Gelegenheit gegeben, die eigene Praxis bzw. eigene Praxisfragen zu reflektieren. Diese Supervisionsstunden können im Rahmen einer möglichen Lizensierung der Ausbildung beim Bundesverband Mediation e.V. (BM) angerechnet werden. (Die Anzahl der Supervisionsstunden innerhalb der Ausbildung hängt im Wesentlichen von Ihrem Reflexionsbedarf ab und wird jeweils zu Beginn der Vertiefungswochenenden festgelegt.)

 

Termine

Grundausbildung

Die Grundausbildung umfasst 137 Zeitstunden (182 Unterrichtseinheiten) verteilt auf 6 Kurseinheiten in Präsenz und 2 fünfstündige Online-Einheiten. Die Präsenzeinheiten beginnen am ersten Tag jeweils um 18 Uhr und enden am letzten Tag gegen 17.00 Uhr. (Ausnahmen sind Modul 5, 4-tägiger Block im Februar 2027, und die Online-Einheiten - siehe unten).

  • Mi, 22.07. - Fr, 24.07.2026
  • Mi, 07.10. - Fr, 09.10.2026
  • Mi, 25.11. - Fr, 27.11.2026
  • Mi, 03.02. - Sa, 06.02.2027 (Beginn am Mi um 10.00 Uhr)
  • Mi, 14.04 - Fr, 16.04.2027
  • Mi, 02.06. - Fr, 04.06.2027 
  • hinzu kommen 2 Ausbildungstage à 5 Stunden online durchgeführt. Die Online-Tage werden zu Beginn der Ausbildung gemeinsam mit der Ausbildungsgruppe terminiert.

Vertiefung

Die Vertiefung umfasst 40 Zeitstunden (54 Unterrichtseinheiten) verteilt auf 2 Kurseinheiten. Die Termine werden im Laufe des kommenden Jahres festgelegt.

 

Zertifikat und Abschluss

Sie erhalten am Ende der jeweiligen Ausbildungsabschnitte - Grundausbildung und Vertiefung - ein Zertifikat "Mediation und Konfliktmanagement" mit detaillierten Angaben zu Inhalten und Umfang der Ausbildung. Die Inhalte der Ausbildung sind an den Richtlinien des Bundesverbands Mediation e.V. (BM) und den Vorgaben des Mediationsgesetzes orientiert.

Die Zertifikate der Ausbildungsteile werden von der Landesakademie für Jugendbildung ausgestellt. Eine Teilnahme an allen Kurseinheiten sowie die Bereitschaft, das Gelernte in der eigenen Berufspraxis umzusetzen, werden vorausgesetzt. Wir empfehlen Ihnen, sich kursbegleitend zwischen den Seminarblöcken in Lerngruppen ("Intervisionsgruppen") zu treffen, um das Gelernte zu vertiefen und einzuüben. Die von Ihnen absolvierten Zeiten in den Lerngruppen werden ebenfalls zertifiziert.

Nach erfolgreichem Abschluss der Grundausbildung und Vertiefung ist Ihnen ein Antrag zur Lizensierung als Mediator/in BM möglich. Diese Lizensierung kann allerdings nur individuell beim BM erfolgen. Wir werden zu Beginn unserer Ausbildung auf die vom BM geforderten Voraussetzungen hinweisen, um Ihnen eine gezielte Vorbereitung auf einen Lizensierungsantrag zu ermöglichen. (Neben der Ausbildung verlangt der BM zur Lizensierung u.a. die Teilnahme an einer "Intervisionsgruppe" und die Dokumentation von eigenen Praxisfällen.)

Darüberhinaus entspricht unsere Ausbildung auch den Anforderungen des deutschen Mediationsgesetzes bzw. der "Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren". Gerne können Sie uns kontaktieren, um schon im Vorfeld Näheres über die Anerkennung als Mediator/in BM bzw. zertifizierte/r Mediator/in zu erfahren.

 

Kosten und Vereinbarungen

Die Ausbildung "Mediation und Konfliktmanagement" besteht aus zwei Ausbildungsteilen: Grundausbildung und Vertiefung. Beide sind getrennt voneinander buchbar.

  • Für die Grundausbildung fallen zwei Raten à 1025 € an Ausbildungsgebühren an.
  • Für unsere Grundausbildung wird eine Verpflegungsrate von 582,50 € berechnet. Darin sind Vormittagskaffee, Mittagessen, Kaffee und Kuchen am Nachmittag sowie Abendessen während der Kurseinheiten inbegriffen.
  • Übernachtung mit Frühstück ist für 526,50 € buchbar. Die Unterbringung erfolgt im 2-Bett-Zimmer.
  • Für die Buchung eines Einzelzimmers berechnen wir 14 € je Nacht - insgesamt 182 €.
  • Ausstiegsoption - wenn Sie nach der ersten Einheit merken, dass die Ausbildung nicht zu Ihnen passt, besteht die Möglichkeit auszusteigen. In diesem Fall werden nur 500 € Kursgebühr für die erste Grundausbildungseinheit abgerechnet.

 

Anmeldung

Grundausbildung: Bitte melden Sie sich online an. (Der "Button" zur Anmeldung findet sich auf der rechten Seite)

Infoabend (online)

Sie sind interessiert an einer Mediationsausbildung, haben aber noch Fragen und/oder wollen klären, ob unsere Ausbildung "Mediation und Konfliktmanagement" zu Ihnen passt? Dann besuchen Sie unseren kostenlosen Online-Infoabend am 19.02.2026 um 18:30 Uhr.

Dieser Link führt Sie zum digitalen Raum: https://us06web.zoom.us/j/85898419770?pwd=154E7N6hKMkpmEZBs9KynhGiZFCqhc.1

Wenn Sie mögen, können Sie sich vorab bei Klaus Scheuble zum Infoabend anmelden - das ist aber kein Muss.

 

Referent/innen

Zum Leitungsteam der Ausbildung gehören

Klaus Scheuble

  • Diplompädagoge, Akademiereferent, zert. systemischer Coach, Mediator und Ausbilder für Mediation BM.
  • Meine Arbeitsschwerpunkte sind derzeit zu einer Hälfte die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Mediator:innen, Moderator:innen und Führungskräften. Zur anderen Hälfte begleite ich Prozesse in Teams und führe Mediationen, Teamentwicklungen, Coachings, (Entscheidungs-)Moderationen, erlebnisorientierte Lernformate,…. durch. Mein Herzensanliegen (in fast all meinen Arbeitsfeldern) ist es, die Kooperation zwischen Menschen zu fördern. Gerade, wenn es schwierig wird, Konflikte eskalieren, sich Fronten verhärten,… braucht es Mut, in einen offenen Dialog einzusteigen. Und es braucht einen Rahmen, der die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Menschen diesen Mut fassen und sich öffnen. Dieser Rahmen ist für mich die Mediation. Oft gelingt es über das Rollenverständnis, die Haltung und das “Handwerkszeug” der Mediation, einen Perspektivwechsel der Menschen (im Konflikt) zu ermöglichen und gegenseitiges Verständnis zu fördern. So hilft mir Mediation dabei, Konflikte (tatsächlich und nicht nur “floskelhaft”) als Chance und Gelegenheit zu begreifen, (Gruppen-)Prozesse konstruktiv zu beeinflussen und positive Veränderungen anzustoßen. 
  • Kontakt über klaus.scheuble(at)gmx.de oder 01575 8300277

 

Co-Ausbilderin ist Ruth Sammet

  • Diplom Pädagogin, zertifizierte Mediatorin, systemische Coach, Trainerin mit den Schwerpunkten Konflikte, Teamentwicklung, Kommunikation und mentale Stärke
  • Konflikte sind anstrengend. Gleichzeitig verstehe ich sie als Chance für positive Veränderung, persönliche Weiterentwicklung und die Optimierung von Prozessen oder Beziehungen. Mediation ist für mich eine anspruchsvolle und motivierende Aufgabe, weil sie das wirkliche Verstehen zwischen zwei oder mehreren Menschen ermöglicht und damit die Basis für die Lösung von Konflikten schafft. Neben dem Einsatz von Methoden ist für mich eine mediative Haltung das A und O. 
  • Coaching und Entwickeln
    Hauptstraße 40 
    97199 Ochsenfurt 
    www.coaching-entwickeln.de
    info(at)coaching-entwickeln.de
    0176/ 977 16 493 

 

Ansprechpartner für alle Fragen rund um die Meditation

Klaus Scheuble (Diplompädagoge, Mediator und Ausbilder für Mediation BM. Kontakt per Mail klaus.scheuble(at)gmx.de oder 01575 8300277)

Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um die Organisation und das Seminar 

Katharina Sophie Grözinger (Akademiereferentin). Kontakt über [email protected]