"Frischer Wind" an den neuen Ganztagsschulen in Baden-Württemberg.
Mit dieser Erwartung gaben vor zweieinhalb Jahren
Ministerpräsident Oettinger und Kultusminister Rau den Startschuss für das "Jugendbegleiter-Programm" des
Landes. Neben den Unterricht treten seither Betreuungsstunden, in den die
Schüler/innen nicht einfach nur sicher aufgehoben sein, sondern interessante
Angebote wahrnehmen sollen, die nicht nur ihrer Persönlichkeitsbildung dienen,
sondern mithin Spaß, Bewegung, Kommunikation, Interaktion und vieles, vieles
mehr in den Schulalltag bringen.
Nicht professionelles Personal, sondern Ehrenamtliche vom
Schüler bis zur Rentnerin und vom Landwirt
bis zum Bankier sind seither aufgerufen, mit attraktiven Angeboten zur Schule
zu gehen.
Kommunen und Verbände aller Art bemühen sich mit Erfolg, Jugendbegleiter/innen dafür anzuwerben.
Für die "Öffnung der Schule" hinein in die Gesellschaft, so ein
anderer Anspruch des Programms, werden viele Ideen entwickelt und mit Elan
umzusetzen versucht.
Idealismus und Erfahrung allein genügen aber nicht, um das
neue Element des Jugendbegleiters reibungslos in das "System Schule"
zu integrieren. Wer nach Jahrzehnten wieder eine Schule betritt, ist ebenso
unsicher wie die Schülerin, die nun gegenüber jüngeren Kameraden in eine Führungsverantwortung
rückt.
Eine entsprechende Hinführung, die für Jugendbegleiter/innen
ohne Kosten und großen Zeitverlust angeboten wird, tat also Not.
Als Geschäftsstelle für das Qualifizierungsprogramm für
Jugendbegleiter/innen entwickelte daher die Landesakademie für Jugendbildung in
Weil der Stadt Konzeption und
Organisation für eine grundsätzlich örtlich angesiedelte Basis-Qualifizierung in 3 Modulen (Schule, Pädagogik und Projekt-Praxis) zu je 2
Veranstaltungstagen.
Am Schulort sorgen Gemeinden, Volkshochschulen, Verbände
u.a.m. für das Zustandekommen der Qualifizierungskurse. Für die finanzielle
Ausstattung und ggf. nötige Referentenvermittlung zeichnet die Landesakademie
für Jugendbildung verantwortlich, die auch über die inhaltliche Qualität der
Kurse und die Entwicklung des Qualifizierungsprogramms wacht.
Ob aus eigener Initiative, auf Anregung durch die Schule oder
die Kommune können Jugendbegleiter/innen jedenfalls rasch zu ihrer
'pädagogischen Grundausstattung' für ihre Tätigkeit an der Schule kommen.
Genaueres erfahren Sie hier:
http://jugendbildung.ljmz-bw.de/spaw2/uploads/Qualifizierung,%20aber%20wie.pdf